Montag, 25. September 2017

Gedankenkreisel.


Gestern Morgen saß ich ca. 35 Minuten im Zug. Während ich total entspannt die vorbeiziehende Landschaft beobachtete, schossen mir 1000 Gedanken durch den Kopf. Aus diesem Gedankenkreisel möchten wir nun hier auf unserer Seite diesen "kleinen Auszug" mit Euch teilen. Lest ihn, oder nicht. Macht Euch Gedanken darüber, oder nicht. Macht damit einfach, was ihr wollt. Feel free. Danke jedenfalls an jeden, der sich etwas Zeit dafür nimmt:

Und wieder prasselt ein Ereignis/eine Entscheidung auf uns ein, das man einfach nicht begreifen kann. Negative Nachrichten hier, unverständliche Ereignisse dort, verwirrende Zeiten überall & überhaupt macht sich der Mensch einfach selbst kaputt...braucht's denn das? Muss das sein? Höher, schneller, weiter. Ohne Skrupel - überall...
Ich bezeichne sowas immer als „den Videospielmodus“. Ich komm’ mir vor wie eine von ganz vielen kleinen Figuren, die einfach mal willkürlich ins jeweilige Szenario gesteckt wird. Mag ganz lustig & spannend klingen, ist es aber nicht. Denn es ist leider das echte Leben. Keine App, kein Bildschirmfenster...nein auch kein Kommentarfeld, das ich einfach schließen kann, wenn's mir zu viel wird. Wenn ich einfach aussteigen & Ruhe haben möchte. Es gibt in diesen Fällen leider keinen „Aus“-Schalter. Und um meinen persönlichen „Aus-Schalter“ zu betätigen, liegt mir dieses Leben einfach viel zu sehr am Herzen.
Traurig macht's mich schon, dass es scheinbar echt verdammt vielen Menschen in unserem Land erstmal wieder so richtig schlecht gehen muss, damit sie spüren, wie gut es ihnen eigentlich wirklich geht. Darf ja von mir aus auch gerne jeder so haben, wie er's braucht. Dann aber bitte privat und ohne andere mitreinzuziehen...vielleicht wär's aber auch echt einfach mal gut, seine Zeit, Energie & Nerven in seinen eigenen Weg zu investieren, statt anderen die Schuld zu geben.
Wir lachen gerne über die Fopans anderer Länder, machen uns drüber lustig und halten sie für völlig blöde. Das alles während wir selbst ganz tief in unserem eigenen Schlamassel stecken. Aber wir wissen ja: es ist immer leichter über „die Anderen“ zu schimpfen, als bei sich selbst anzufangen. Nicht umsonst haben wir Deutschen unseren „Nörgler“-Ruf weg. Da reißt's auch auf Dauer keine Fußball-WM raus, die uns als sympathische GastgeberInnen strahlen lässt. Wir sind so lange gute Gastgeber bis wir merken, dass die Gäste nicht mehr gehen möchten...
Mich erinnert das gerade sehr an meine Schulzeit. Egal ob [Geschichts]Unterricht oder Pausenhof: der Großteil macht seine Gedanken & versteht, das manch grausame Taten & Einstellungen nie wieder im menschlichen Miteinander Fuß fassen sollten. Der andere Teil macht sich jedoch drüber lustig, schmiert dämliche Parolen an Wände & Möbel und wird’s wohl, wenn überhaupt, erst begreifen wenn's zu spät ist. Selbst dann natürlich mit ausgestrecktem rechten Arm & grinsender Miene.
Mann...es kann doch echt nicht sein, dass genau so eine „Alternative“ für scheinbar viele meiner Mitmenschen der rechte Weg ist...okay...der RECHTE[!] Weg auf jeden Fall, keine Frage. Aber ernsthaft? Muss sich unsere „unfassbar schöne“ deutsche Geschichte wirklich wiederholen? Traditionen pflegen finde ich ja grundsätzlich toll, aber sowas zählt nun wirklich nicht dazu...am Ende will von den Befürwortern ohnehin keiner dabei gewesen sein.
Ich sag's ganz ehrlich: ich liebe meine Heimat und alles, was ich mit ihr verbinde. Ich bin auch überaus dankbar dafür, dass ich in unserem Deutschland geboren & aufgewachsen bin. Manchmal, und vor Allem nach solchen Ereignissen, fühle ich mich jedoch überaus „fremd“ und ich bekomme Heimweh. Heimweh an [diesen] einen Ort & seine Menschen, die ich kennen- und lieben gelernt habe.
Wisst ihr...Ich möchte mich nicht für meine Heimat, mein Land und meine Mitmenschen schämen. Und da ich nun weder vorhabe in Schockstarre zu fallen, noch auf eine einsame Insel zu ziehen , werde ich auch weiterhin genauso sein, wie ich bin. Zwar bin ich auch nur ein kleines Licht auf diesem Erdball...in unserem Land... ja, selbst in meiner Umgebung. Dennoch trage ich einen hoffnungsvoll romantischen, Disney Film-reifen Gedanken in mir: dass am Ende Liebe, Wahrheit & Gemeinschaft über allem Anderen stehen werden. Und ich versuche diese Werte, so gut es geht, auszuleben. In der Hoffnung: „wie man's in den Wald hinein schreit, so hallt es auch zurück!“.
Umso mehr zehre ich davon - neben schönen Momenten, lieben Menschen & gesunden Zeiten - meine Leidenschaft öffentlich ausleben zu dürfen. Das Besondere an der ganzen Sache ist nämlich, Eindrücke & Erfahrungen zu sammeln & zu sehen, dass die verschiedensten Menschen einfach zusammenkommen um eine lässige, feine Zeit [miteinander[!] zu verbringen. Ohne Mitmenschen wäre es auf Dauer schon ziemlich faad. Egal wo. Egal wann. Egal wie - ich freu mich auf Euch.

Lasst den Kopf nicht hängen.
Schön, dass ihr da seid & bis bald,
oo. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen